Aktuell

17.09.2017

Ein Beitrag von Reinhard May

Sternzeit 7.8.2017 im Sektor Mayerland

Der Harzcup ist in vollem Gange. Dieses Jahr ist durch relativ schlechtes Wochenendwetter und den schlimmen Unfall von unserem Fliegerfreund Edgar leider nicht so gut verlaufen, wie wir uns das alle gewünscht haben. Am Abend des 6.8. haben wir mit Florian und Holger noch darüber geschrieben, dass Holger mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit den Harzcup 2017 in der Performance Klasse gewinnt. Ich habe ihm sogar schon offiziell  zum Sieg gratuliert, als er am 6.8. abends seinen dritten sehr guten Wertungsflug über 191 km eingereicht hat. Wirklich ein tolles Flugjahr für Holger, er hat sich spitzenmässig entwickelt und der Zeno scheint ihn zu beflügeln. Wirklich eine erstaunliche Entwicklung bei ihm mit 3 ca. 200km Flügen hier in unserer Region. Als Gewinner der Performance Klasse der letzten Jahre im Harzcup wollte ich das zwar gern wiederholen, aber durch obige Umstände habe ich eigentlich erst spät im Jahr punkten können und lag in der Wertung ordentlich zurück, auf etwa dem 10. Platz.

Dann gelang mir an einem wirklich nicht sehr guten Tag am 14.6. ein 110 km FAI Dreieck, mit dem ich mich wieder ins Spiel und auf Platz 2 schieben konnte. Am Meissner war dann noch ein sehr zähes knapp 70 km Dreieck drin und das war’s , so dachte ich, und warscheinlich auch alle anderen. Tja und dann sagt der Wetterbericht doch noch einen guten Schwachwindtag an, zwar in der Woche, aber ich habe schon mal angedeutet, dass ich gegen 10 Uhr Feierabend machen muss. Ich habe ja einen Auftrag!!;-)

So um 10.30 Uhr am Start angekommen sah es schon ganz nett aus. Zosse, Holger, Andi und einige andere am Start, noch schnell den kleinen Hinweis auf’s Mayerland in die „Menge “ geworfen und ein 140 km Dreieck für den Tag angekündigt. Mir war klar, dass das sehr schwierig werden würde, aber um Holger noch zu überholen musste ich alles geben. 120 km waren nötig um in etwa gleich zu ziehen. Eine gute Ablösung und Start. Holger uns Zosse gleich hinterher und zu dritt schraubten wir uns in den Himmel bis an die Basis bei fast 2000m . Zosse kurbelt wie ein Gott und macht ein paar Meter gut um sich sofort auf den Weg nach Hildesheim zu seiner Tochter zu machen. Soweit sollte er aber leider nicht kommen. Holger und ich sind dann erstmal losgeglitten Richtung Geismar, Lengenfeld .

In der Luft ruft mir Holger noch zu, dass er heute keinen Meter von meiner Seite weichen wird um mich immer im Blick zu haben. Ich fand das lustig und hätte mich auch über ein gemeinsames ,geiles Dreieck“ gefreut, fliege aber eigentlich lieber allein, weil ich mich dann mehr ums obenbleiben kümmere als um andere Piloten in der Luft. Das lenkt mich nur ab. Jedenfalls ist bei Geismar erstmal alles blau und es geht nur nach unten. Südlich, etwa über Grebendorf , bilden sich Wolken ,wir sind aber ein wenig zu weit weg. Also weiter ins Blaue. Ich bin die Route schon mehrfach geflogen und denke es sollte gehen. Das tut es auch, wenn auch schwach. Aber erstmal alles mitnehmen. Holger hat nicht ganz die Ruhe und lässt leichtes Steigen ein wenig aus. Zu dieser Zeit aber noch kein Problem. Immer weiter nach Lengenfeld. Hier standen bei vorherigen Flügen immer brauchbare Lifte und auch heute ist hier was. Aber schwach und man muss konsequent kurbeln, sonst fliegt man drumherum. Ich kann langsam wieder Höhe machen, während Holger einige Meter verliert. Ich drehe langsam bis an die Basis, während mein Mitflieger etwas 100/200m verloren hat. So kann ich weiterfliegen und langsam ans Gasgeben denken. Den blauen Zeno sehe ich nur noch mal kurz, denke aber er wird wieder zu mir aufschliessen später.

Leider war das nicht der Fall, Holger kam nicht mehr hoch und landete relativ früh. Das wusste ich aber den ganzen Flug über nicht. Die anfangs guten Wolken wurden langsam immer schlechter und such die Steigwerte waren schlapp , zu schlapp um schnell vorwärts zu kommen. Aber zumindest konnte ich eine sehr tiefe Phase in Absaufgefahr vermeiden und so kamm ich langsam über dem Harsberg an und flog Richgunge Eisenach. Hier standen super Wolken, dummrweise genau dort, wo die Wartburg ihren verbotenen Luftraum hat. Aber meine Fly me App zeigte mir 40km geflogenen Strecke gegen den Wind an. Wenn die anderen Dreiecksschenkel ebenso laufen, könnte ich Holger vielleicht noch überholen. Und auch nur, wenn er heute nicht den Hammerflug rauskitzelt. Zum Glück wusste ich, dass solche grossen Dreiecke nicht im dutzend verschenkt werden.

In Eisenach habe ich mich  dann auf den Weg zum zweiten Wendepunkt gemacht. Dieser sollte irgendwo in der Gegen um Bad Hersfeld sein. Auch für mich sowas von weit weg, unglaublich. Aber erstmal an den Kalibergen bei Gerstungen vorbei, Herleshausen hinter mir gelassen und immer weiter. Nur einmal hatte ich dabei einen Bart, der den Namen verdient hat, weil er mit etwa 4 m gezogen hat und auch ein wenig ruppig daherkam. Aber er war gut und nachdem ich meinem Enzo gut zugeredet habe ist er auch brav offen geblieben.;-)

Mayer126FAI2

So langsam komme ich Richtung Nentershausen, rechts liegt Sontra, das schon einige Male mein südlichster Punkt war, aber heute muss es deutlich weiter Richtung Süden gehen. Man glaubt gar nicht wie weit das ist. Bad Hersfeld ist langsam in Sicht, aber schon auf dem ganzen zweiten Schenkel rechne ich nach, wie schnell ist von Eisenach nach Bad Hersfeld fliegen muss, um noch Zeit für den Heimflug zu haben. Es besteht immer die Gefahr 6 Stunden zu fliegen und dann gerade 80 km auf dem zweiten Schenkel geschafft zu haben. Das ist dann schon sehr demoralisierend. Zum Glück passiert mir das mittlerweile wirklich selten. Jedenfall ist es schon gegen 16.45 Uhr etwa als ich bei Ronshausen, ca. 5 km vor Bad Hersfeld, umdrehe und mich auf den Heimflug mache. Für diesen plane ich, jetzt mit leichter Rückenwindunterstützung ca. 1,5 höchstens 2 Stunden ein. Ich bin soweit weg von Eschwege, dass ich fast nicht mehr den Lotzenkopf am Segelflugplatz erkennen kann, der mir sonst immer die Richtung vorgibt.  Die Wolken werden schon schwächer und noch weiter Richtung Süden habe mangels Zeit nicht mehr getraut. So muss ich auch ein wenig defensiv fliegen und wirklich jedes Steigen mitnehmen. Bei Sontra kann ich dann nochmal langsam bis fast an dei Basis kurbeln und so bis Hoheneiche gleiten. Der Himmel fast blau, nur noch ganz wenige Schleier die sich bilden. Hoch hin ich auch nicht mehr unbedingt.

Das Gute, ich habe schon das 100er voll, auch wenn ich absaufe. Viel geiler ist natürlich noch heim zu fliegen und neben dem Auto zu landen und ,kleiner Seitenhieb;-) ,nicht trampen zu müssen. Bei Hoheneiche war ich schon eineige Male, so wusste ich wo sich bei früheren Flügen Wolken gebildet haben. Nur, jetzt ist es schon kurz vor 18.00  und meine Höhe ist gefühlt 500 m. Zum Heimfliegen über die Kella Kante und zum wichtigen Vergrössern des Dreiecks  zu wenig. Aber die Sonnenseiten könnten vielleicht noch gehen, eine andere Möglichkeit sehe ich auch nicht. Und tatsächlich kann ich bis an die CU Schleier drehen und nehme jeden Meter mit um das Dreieck noch zu verbessern. Über etwa Jestädt kenne ich praktisch alle Aufwindecken von früher, diese sind meistens stark und wenn wir in Kella fliegen habe viele von meinen Mitfliegern diese auch schon als Sprungbrett zur Freien Strecke Richtung Meissner genutzt.

Ich versuche das Meissnervorland möglichst hoch zu queren, nehme jeden noch so kleinen Heber mit um bei Albungen wieder auf den Gebirgszug Kella/Lindewerra zu springen.  Flyme zeigt etwa 116 km, also noch ein wenig weiter nach NW um noch was dranzuhängen. Richtung Fretterode/ Meissner stehen noch die letzten sehr guten Wolken, aber ich befürchte nicht mehr heim nach Kella zu kommen, wenn ich die anfliege. Ich entscheide mich weiter Richtung NW zu fliegen bis das Handy 120km FAI anzeigt. Ich muss mich fast kneifen ,Alter du hast jetz 120km FAI Dreieck geflogen, bist hoch und nach Kella sind es noch ein paar km. Meine Peilung über den Daumen sagt mir, dass es gerade so reichen sollte, ich überfliege nochmal den Startplatz, wo sich zwei Leute noch mit Schirm aufhalten. Langsam abspiralen und unterhalb der Kappelle, wo mein Auto steht landen.

Ich bin absolut stolz auf mich und super happy. So ein fettes Ding ist in weitem Umkreis fast noch nie geflogen worden. Armin Harich hat von der Winde aus dieses Jahr 128km und „Pepe“ Andreas Malecki im Sauerland schon 115. Das sind die grössten Dreiecke die mir im Mittelgebirge bekannt sind.

Am meinem Landplatz bleibe ich nicht lang allein. Karsten Manegold kommt zu mir und sieht mich grinsen. Er will sofort wissen wie weit, ich möchte es aber bis zum Hochladen für mich behalten. In meiner Fluggruppe sind alle schon total heiss, weil sie wussten, dass mein Auto immer noch in Kella steht. Die Flugzeit wird mit dem Schnitt hochgerechnet, es ist ein geiles Gefühl, das kann ich euch sagen. Ich sage ihm wie weit und er heizt die hungrige Meute 😉 noch ein wenig an. Zuhause lade ich den Flug hoch. Vorher habe ich mir extra die Rangliste im Harzcup gespeichert und den Stand nach dem hochladen. Ich jubele, mein Flugglück ist perfekt. Es hat gerreicht Holger doch noch um magere 10 Punkte zu überholen. Super,wie geil.

Man muss aber auch sehen, dass Holger Braun dieses Jahr das beste Ergebniss ever im Harzcup erreicht und ohne meinen phantastischen Flug vedient gewonnen hätte. Ich hoffe den Fliegern aus Nordhessen gefällt mein kleiner Bericht  und ihr habt Spass beim Lesen. Bis demnächst am Berg und LG Pilot Mayer;-)

Hier noch der Flug im DhvXC.

13.05.2017

Unter der Woche war Nordlage, und da lohnt sich ein Besuch am Hahnberg eigentlich immer. Oft bin ich dort ganz allein, aber dieses mal hatten sich 4 Flieger und 1 Fliegerin verabredet. Weil ich wusste, dass wir genügend Autos haben, bin ich gleich hinten hoch gefahren. Da ich eine Stunde vor den anderen da war, hab ich schonmal einen Versuch unternommen. 10 Min. konnte ich mich mit wenig Wind halten, bevor ich abgesoffen bin. Mittlerweile waren die anderen auch da, und wir konnten bequem gemeinsam hochfahren.

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Es war nun schon gegen 16:30 Uhr, und die Ablösungen waren viel besser als zuvor. Es ging nun zuverlässig in der Thermik, auch ohne Soaringwind. Wegen der ständig wechselten Sonnenlücken war immer wieder on/off-Thermik. An die Basis habe ich es nicht geschafft, aber 45Min. Airtime in der Woche nach der Arbeit direkt vor Ort machen natürlich trotzdem Spass.

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07.05.2017

So langsam könnte das Flugjahr mal durchstarten. Ein paar kleinere Flüge waren schon drin, aber eine Hammerlage an einem freien WE wär mir nicht aufgefallen. Gestern war Ostlage mit niedriger Basis und 20kmh Wind. In Kella konnte man prima den Kessel abcruisen, bei 850m war aber erstmal Schluss. Erst später, als die meisten schon gelandet waren, hob sich die Basis auf immer noch magere 1200m. Christian E. ist dann im Tiefflug immerhin bis Niedenstein geflogen, und damit 8km Luftlinie von meinem Zuhause. War trotzdem ein sehr schöner Tag, der Lust auf mehr gemacht hat. Zurück ins Funkhaus.

Kella07052017b

20.08.2016

Am Freitag Wind aus SW, wieder deutlich labilere Vorhersage mit Wolkenthermik. Höhenwind auf 925hpa allerdings nur 5 ktn, dass kann am Harsberg schonmal zu wenig sein. Aber viele Alternativen bleiben nicht, also ab nach Thüringen. Marco und Mayer hatten unterwegs schonmal aktuelle Wetterdaten durchgegeben, und während am Hörselberg noch tote Hose war gingen am Harsberg die ersten Ablösungen durch.

Mihla19082016

Kurz nach 12 Uhr war ich da, nachdem ich in Eisenach noch die erste Abfahrt verpasst hatte später als gedacht, und da drehten die ersten gerade auf. So mag ich das, ankommen, auspacken, 10 Min. später auf  1500m und dann los. Ich finde beim Streckenfligen im Flachen am schwierigsten den 2. Bart nach dem Aufdrehen. Wenn man den findet, dann klappts meist auch mit dem Weiterflug. Hinterm Hainich bin ich dann zum Glück fündig geworden, aber es war noch alles bissl zäh. Es ging thermisch, aber 1 Stunde suppte ich auf 1200m rum, kein Bart der so richtig toll durchzog, ich hatte ständig das Gefühl zwischen den Steigwerten zu fliegen.

Nach einer Stunde wurde es dann endlich besser. Die Bärte hatten nun vernünftige Durchzugswerte und das Fluggefühl ist gleich ein ganz anderes. Basis 1700m, Druck auf der Bremse und es geht satt nach oben. Alle Abrisskanten funktionierten, die Thermik war mit Wolken markiert, es ging jetzt sehr zuverlässig. Nach 70km kam ich im Südharz an, und der sollte für mich ein echtes Hindernis sein. Da der Wind in der Höhe recht südlich schob, bin ich leider mangels vorhalten nicht östlich dran vorbeigekommen. Richtung Schwenda wäre ein Durchschlupf gewesen, aber ich hatte nur 1200m. Über der Waldfläche tief drin stand ne schöne Wolke, aber der Gleitwinkel war knapp.

Mihla19082016a

Probieren oder nicht? Wenns vor dem Steigen nochmal wie üblich mit 3m runter geht wirds richtig knapp. Ich hab dann versucht was ging um irgendwie noch Höhe zu machen, die Thermik war aber erstmal durch, ich sank immer tiefer und dann isses das gewesen.

Ortsnahe Landung und dann erstmal orientieren. Per Anhalter hielt schnell ein Wagen an, Cabrio, suboptimal. Ich frage, hinten geht sicher nix rein? Nein, da ist das Dach drin. Toll…wer kauft ein Auto wo ein Dach im Kofferraum ist? Schirm aufn Schoss, auch zu eng. Trotzdem danke für den Versuch.

Eine junge Familie hat dann mein Bemühen um Rückfahrt mitbekommen und war so nett mich miteinzuladen. Der Wagen war zwar mit 2 Kindern und Kinderwagen schon rappelvoll, aber ich hab dann doch noch irgendwie reingepasst. An dieser Stelle schöne Grüße und vielen Dank, ihr habt mir den Tag gerettet. Sie haben mich nämlich bis Nordhausen mitgenommen. Von dort konnte ich per Bahn weiter nach Erfurt und dann mit dem ICE zurück nach Eisenach, alles für 25 Euro. In Eisenach hat mich Marco vom Bahnhof abgeholt. Und als wir auf dem Weg zurück zum Harsberg waren rief schon Klaus an, der ebenfalls einen Abholer vom Bahnhof brauchte. Vielen Dank Marco, das hat nochmal Zeit und Geld gespart.

Man muss diese Flugtage mit freier Strecke als Gesamttagestour betrachten. Klar ist es toll wenn man schnell am Auto ist, aber wenn man sich drauf einlässt über Land zu fliegen und dann mit Bus und Bahn durch Deutschland zurück reist, dann hatte man in jedem Fall einen erlebnisreichen Tag. Ich bin auf jeden Fall um 22 Uhr gut gelaunt zuhause angekommen, ein schöner Tag. Zurück ins Funkhaus.

PS: Kurz vor Redaktionsschluss erreicht mich die Meldung aus der überbezahlten Meteorologieabteilung, der Sommer sei noch nicht zuende. Na das warten wir erstmal ab 😉

18.08.2016

Diese Woche kann man in unseren heimischen Fluggebieten getrost als Hammerwoche bezeichnen. Jeden Tag beste thermische Streckenflugbedingungen, ist nur blöd wenn man arbeiten muss. Ab Donnerstag hatte ich allerdings selbst frei, und nun stellte sich mal wieder die Frage nach dem passenden Ausgangsspot. Umlaufender Wind, das machts im Flachen nicht gerade einfach an die Basis zu kommen. Windenbetrieb ist in der Woche nirgends zu finden, es sei denn man kann sich im Schulungsbetrieb einreihen. Und so bin ich zu Charly an die Winde nach Bad Wildungen gefahren. Tagszuvor hab ich von der Klinik aus Julian schon aufdrehen und wegfliegen sehen, allerdings war das ein Tag mit Wolkenthermik. Egal, ich hab frei, der Weg ist kurz, ausprobieren.

Nach dem Ausklinken und ein paar Suchmanövern konnte ich zum Glück einen Bart ergattern der erstaunlich gut zentrierbar war, dem schwachen Wind sei Dank. Leider war bei 1100m Schluss auf Höhe einer dicken Inversion. Mit dem leichten Ostwind hab ich mich Richtung Hahnberg versetzen lassen, konnte aber keinen zweiten Bart zentrieren, obwohl es überall leicht gezuppelt hat. Über Odershausen wird man meist fündig, und irgendwo ging der Bart ab, denn ich hatte 2,5 – 3m Sinken. Aber ich hatte nicht viel Höhe/Zeit zum suchen, und mit 3m gehts dann auch schnell nach unten. Lange Rede, kurzer Sinn, heute leider kein Streckenflug.

Ruckzuck hat mich eine nette Dame per Anhalter eingeladen und zurück zum Segelflugplatz gefahren, wo der Schulungsbetrieb gerade eingestellt wurde. War schön mal wieder hier zu fliegen, ich komme gerne wieder.

Schaufel18082016

28.06.2016

Kaum zuhause angekommen lockte uns Rückseitenwetter mit SW an den Harsberg. Wir waren gegen 10:30 Uhr zeitig da, um dem strammen Wind rechtzeitig gen Basis zu entfliehen. Nach 3-4x achtern konnte man schon in die Thermik einsteigen, um den Harsberg erleichterte Wolkenthermik den Einstieg. Die Basis war mit 1300m nicht gerade hoch, aber ich liess mich trotzdem gleich über den Hainich versetzen. Hinterm Hainich bin ich gleich das erste mal tief gekommen. Keine Wolken in Reichweite und unten rum alles grün. Ich steuerte vom Kurs ab direkt auf ein Kornfeld zu, und da blubberte tatsächlich Thermik nach oben.

Unten allerdings sehr zerissen mit 20 kmh Wind, aber so langsam konnte ich wieder Höhe machen und stiess dann auf Klaus und Holger. Beide waren schon früher abgeflogen, aber auch noch nicht weiter gekommen. Zu dritt gings nun weiter, die Thermikabstände waren klein und die Wolken immer in Reichweite. Ok, der Wind schob auch gut, es ging also voran.

MihlaJuni16a

Leider schattete es zunehmend ab, und wir näherten uns schon der CTR Leipzig. Klaus hatte ein paar Kilometer vorher schon etwas vorgehalten und war tief weggeflogen. Holger und ich flogen höher weiter, sanken aber zusehends in schattiges Gelände. Nach 93km war dann Schluss. Kurz vorm landen hatte ich Klaus wieder hoch gesehen, und er konnte noch 2 Std. weiterfliegen bis hinter Dessau. 177km, hat er super gemacht.

MihlaJuni16b

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Im tiefsten Sachsen-Anhalt, wo es noch einsamer war als hinter den 7 Bergen, kam glücklicherweise ein junger Mann mit seinem Bus entlang. Er war so nett (gegen ein kleines Bestechungsentgelt) Holger und mich zum nächsten Bahnhof zu fahren. Dort angekommen fuhr 5Min. später die Bahn nach Erfurt. Als wir dort ankamen ging weitere 5 Min. später die Verbindung nach Eisenach weiter. Manchmal passt es einfach. In Eisenach per Taxi noch schnell hoch zum Harsberg, von dort mit Holgers Auto weiter nach Kassel, und um 20 Uhr wieder daheim.

Nach den flugarmen letzten Wochen endlich ausgiebig airtime. Der Sommer könnte jetzt mal so weitergehen. Zurück ins Funkhaus.

26.06.2016

Bernhard und ich waren ein paar Tage fliegen von der Grente aus im Antholzertal/Südtirol. Die Tage waren insofern ungewöhnlich, als dass es vom Start weg meist sehr zähe Bedingungen waren, schwaches Steigen, niedrige Basis von einer Inversion gedeckelt. Hinten raus allerdings stieg die Basis an 2 Tagen auf 4500m, dazu wenig Wind. Das ist mal eine komfortable Reisehöhe.

GrenteJuni2016a

23.04.2016

Rückseitenwetter am Abend nach lebhafter Kaltfront.

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10.04.2016

Dass sich soo gutes Flugwetter einstellen wird war zu Wochenbeginn nicht zu erwarten. Ein Zischenhoch hat sich passend zum WE reingemogelt und am Samstag in Kella einen richtig schönen Tag bereit gestellt. Sehr thermische Luftmasse, dazu relativ wenig Wind und hohe Basis. Gegen 11 Uhr am Startplatz angekommen sahen die Ablösungen schon so gut aus, dass man sich gleich fertig machen konnte.

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Nachdem Start noch ein paar Minuten rumgebastelt und dann gings auch schon an die Basis, die um diese Zeit schon bei 1700m lag. Zunächst 7-10 kmh SSO-Wind, dass hat auf jeden Fall dazu eingeladen was geschlossenes zu probieren. Andi und ich sind erstmal nach SO Richtung Wanfried geflogen. In Flugrichtung wurde es allerdings immer schattiger, sodass wir den Kurs Richtung Eschwege geändert haben. Ruckzuck waren 20km FAI schon zusammen, aber die Wolken gen NW sahen noch so verlockend aus, also weiter. Unter den Wolken konnte man prima über Bad Sooden-Allendorf delphinieren, die Basis war nun auf 2000m angestiegen.

Hinter Lindewerra hatte ich nur noch 200m Meter, konnte mich aber wieder auf 1500m hochkurbeln. Eigentlich wollte ich nun zurück fliegen, aber ein 15er Gegenwind machte es sehr schwer. Dazu ein Riesensaufloch vor mir, da schmelzen die Höhenmeter wie Butter in der Sonne. Beim nächsten mal werde ich umdrehen solange ich noch hoch unter den Wolken hänge. Nix desto trotz, richtig guter Thermiktag. So kanns weitergehen.

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03.04.2016

Gestriges Einfliegen in Kella. Ziemlich stabil, dafür war der Wind von den Wettermodellen kurzfristig auf erträgliches Maß runterkorrigiert worden. Ging nur etwa 250m drüber, aber etwas rumdübeln im Kessel ist immer drin. Kann nicht mehr lange dauern, bis die richtigen Streckenflüge drin sind. Basis 2200m und 3-4/8 Cumulus wären nicht schlecht…

Kella020416

28.03.2016

Das Osterwochenende neigt sich dem Ende zu. Keine Flugaktivität, aber Vorfreude auf den echten Frühling.

Obernburg

26.03.2016

Zuviel Wind heute, dazu die Richtung unpassend. Startplatz-Lotto leider verloren.

LW26032016

20.01.2016

Erste Flugaktivität im Jahr 2016 letzten Sonntag am Hahnberg. Perfekter Nordwind mit leichter Winterthermik. Die Saison kann kommen…

HB17012016

 

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