April 2012

19.04.2012

Heute den Himmel beobachtet? Tolle Wolkenbildung. Auf dem Heimweg mit dem Handy fotografiert.

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15.04.2012

Der Mayer des Monats. Von Reinhard May.

Tips in Aue

Nachdem ich Zosse, Maurice und Florian letztens in Kella ja auch hinterhersehen durfte und kurz vorm Harakiri stand, kann ich die Position der Abgesoffenen und Startunwilligen ein bißchen, aber nur ganz wenig, verstehen. Mein Tip für alle lautet sich frühzeitig, das heißt am Abend davor, alle wesentlichen Wetterberichte anzusehen und so am nächsten Morgen frisch gestriegelt und schnell, aber vor allem wieder früh auf den Weg zum Berg zu machen. Sollte im Wetterbericht irgendetwas von Ausbreitungen stehen, muß man früh da sein. In der Regel ist die Thermik dann ganz früh gut bis sehr gut und erfordert einen Start bei den ersten Anzeichen von Ablösungen in Verbindung mit Quellwolkenbildung.

Gerade bei West bis Nordlagen muß da auch nicht unbedingt eine 20kmh Ablösung hochkommen. Manchmal reicht schon ein Hauch. Vögel und deren Drehrichtung und Steigen beobachten und in Verbindung zu den schwachen Ablösungen setzen. Zu langes Warten macht die Chancen auf einen guten Flug zunichte, weils immer mehr abschirmt. Ist man aber schon mal ein bißchen höher funktionieren die ausgebreiteten Wolken meistens auch noch brauchbar. Merke! Es muß kein blau-weißes Schönwetter sein um gescheit zu fliegen. Natürlich ist das schöner.

Wichtig, vielleicht das Wichtigste von allem ist sich die Zugrichtung der Wolken anzusehen und sich dementspechend Gedanken über die Ablösekante zu machen und dementspechend zu entscheiden nach rechts oder links,oder vielleicht auch direkt vom Hang weg in Flache zu fliegen. Wer mich schon mal am Hang erlebt hat weiß, dass ich der (labbernde) Reporter bin. Ich kann ohne Unterlaß reden, damit kann ich sicher vielen auf den Geist gehen. Wen es nicht interessiert, einfach weghören und danach absaufen 🙂 Das ist aber meine Art von Flugbegeisterung. Letzten Endes sind das aber die Gedanken die ich mir zum bevorstehenden Flug mache. Wo drehen die Vögel auf, gerade wenn es schwachwindig ist? Wind eher von rechts oder links, wie muß ich warscheinlich kurbeln um Höehe zu machen. An welchen Ecken z.B in Aue steht der Wind an,wenn er nicht optimal auf den Berg steht.

Bsp: Wind von WNW ,fast immer geht dann der kleine Hang einen Kilometer östlich vom Startplatz, weil der Wind dort direkt ansteht, so er denn da ist. Das Werratal lenkt ihn praktischerweise genau dahin. Wenn es so ist, ist jede Kurve auf dem Weg zu diesem kleinen Hang kontraproduktiv. Außer es steigt,dann jeden Meter mitnehmen, die braucht man noch. Ein großer Fehler in Aue ist bei normalen Bedingungen direkt Richtung Westen bzw. Landeplatz zu fliegen um den Hang herum auf die Westfanke zu kommen. Das geht auch mit einer Wettkampfsichel so gut wie nie, jedenfalls nicht ohne schon ein paar Meter am Start gemacht zu haben.

Der geneigte Pilot sollte ein Gespür für die Art Wolkenbildung entwickeln die für uns Gleitschirmflieger gut ist. Das läßt sich jetzt schwer beschreiben,aber ich bilde mir ein den Wolken anzusehen ob ich sie nutzen kann. Merke nochmals! Zugrichtung,“flauschiges“ Aussehen und eindeutig größer werdend. Am Besten ganz knapp vorm Startplatz. Besonders gut empfinde ich diese Wolken in Aue leicht von rechts,also eher nördlich kommend. Abrisskante ist dann meiner Meinung nach die Hangkante rechts unter dem Startplatz,wo die große Antenne steht und meistens kann man dann am Hang estmal ein paar Meter im Hangaufwind machen. Im Regelfall stellt sich dann ein bißchen Wind am Startplatz ein und man kann den imaginären Bart “ sehen“.

Meine Tips sind natürlich in erster Linie für eher schwachwindige Tage wichtig. Wenn ein 20 Wind am Hang ansteht sollte man onbenbleiben oder die Fliegerei besser aufgeben. Man sieht schon, Aufdrehen in Aue kann ein sehr kompaktes Thema sein . Anfänger sollten sich aber nicht entmutigen lassen. Speziell in Aue haben die älteren Hasen unter uns auch schon ihr Lehrgeld bezahlt. Natürlich haben wir am Anfang der Fliegerei dort genau die von mir weiter oben beschriebenen Handlungsweisen nicht wirklich umgesetzt. Aue ist halt nicht Kella,wo der Wind dann an irgendeiner Ecke schon draufsteht und die Sonne ihren Teil zum Steigen beiträgt. Das sind meine Tips zum Thema Aufdrehen in Aue und Mayer des Monats. Wem es hilft, das Meiste wisst ihr sicher schon.

Gruß Mayer

 

08.04.2012

Holla die Waldfee, heute Morgen um viertel vor neun sind schon tolle Cumuli über Fritzlar entstanden bei strahlendem Sonnenschein, na wenn das mal nicht rückseitenmässig thermisch wird. Etwas chaotische Kommunikation in der Frühe auf multimedialem Wege. Während Helmut aus Bassano Schlechtwetterbilder schickte hatte ich Klaus angesmst dass wir nach Aue fahren, noch keine Reaktion. Von Ralph schon, der aber nicht mit konnte. Der Andretti hatte auch noch kein Lebenszeichen von sich gegeben, da stand ich schon abflugbereit in Wartestellung.

Dann doch Lebenzeichen vom Andretti ob ich bei ihm vorbeikomme, dann Anruf von Klaus, er hat viel zu lang geschlafen, grad mit Mayer telefoniert, der läuft schon in Aue hoch. OK, Fritzlar, Kaufungen, Eschwege, so ist die Fahrtroute. Unterwegs Alex, der als letzter mitbekommen hat, dass der Tag gut werden könnte mit dem Hinweis, es quelle schon ordentlich und er warte erstmal ab. Kurz vor Kaufungen SMS von Rene, ob wir am Hahnberg hochlaufen wollen, nein, sind schon auf dem Weg nach Aue. Dann Anruf von Klaus wo wir bleiben, und während Alex noch auf die Euphoriebremse drückte konnte Klaus den Mayer schon an der Basis kurbeln sehen. Zwischendrin Grüße von Helmut aus Bassano, der den Regentag mit Wandern ausfüllen will. Und irgendwann waren wir dann tatsächlich in Aue angekommen…

Es ist und bleibt ein sehr spezielles Gelände. Während draussen die Geier kurbelten ging am Start kein Lüftchen. Ok, es war mittlerweile 7/8 abgeschattet, aber trotzdem thermisch. Und während Mayer, der wirklich schon sehr früh gestartet war, an der Basis flog, war bei akuter Absaufgefahr an einen Start nicht zu denken. Später haben wir es alle probiert und sind nach mehr oder minder kurzem Flug abgesoffen. Auch im 2. Anlauf wurde es bei mittlerweile tollem Sonnenschein nicht besser. Schade, da hätte heute mehr draus werden können.

Anderes Hobby suchen? Ja, gute Idee…wollte mich eh im Kleingärtnerverein Wanne-Eickel anmelden. Da muss man auch keine TEMPS lesen können. Zurück ins Vereinshaus. Achsoo, Reinhard, falls du mal Langeweile hast darfst du an dieser Stelle „Den Mayer des Monats“ einstellen, Teil 1: Wie schaffe ich es in Aue an die Basis zu kommen und verhindere damit, dass ich den anderen immer nur beim Fliegen zusehe.

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02.04.2012

Am gestrigen Sonntag sind wir nach langer Zeit mal wieder am Eisenberg geflogen. Vor Ort die obligatorischen 5 Euro Gastgebühr bezahlt u. gar nicht mehr lange gezögert, um 11:30 Uhr sind schon heftige Ablösungen durchgezogen. Mich hats nach dem Start in selbige gleich mit 3,5m Steigen pro Sekunde aus dem Startplatz gehoben und ich dachte, heute ist der Tag der Tage, die Stratopause kann kommen. Aber sie kam nicht…zwischenzeitlich gabs Thermikpausen, sodass man im kräftigen WNW am Hang soarend parken konnte.

In der pulsierenden Thermik konnte man immer wieder mit dem Wind versetzt aufdrehen, aber mehr als 1140m waren nicht drin, sodass für Wegfliegen ein paar hundert Meter fehlten. Später wurde der Wind so stramm dass wir gelandet sind. Am Startplatz hatten sich zwischenzeitlich viele Flieger eingefunden, aber an starten war wegen des Windes nicht mehr zu denken. Gut wenn man bei angekündigter Windzunahme zeitig vor Ort ist. Zurück ins Funkhaus.

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01.04.2012

Neue App: Sky-Nav-Xc

Im Zuge der starken Verbreitung von smartphones, auch unter den Streckenfliegern, haben wir unter Mithilfe eines befreundeten Ingenieurbüros eine Applikation entwickelt, die die Navigation eines geplanten Streckenfluges mittels smartphone ermöglicht.

Vor Flugbeginn wird die angedachte Flugstrecke in einer auf google earth basierenden Karte mit den entsprechenden Wendepunkten inkl. Start und Landepunkt im Navigationsmenü eingegeben. Nach Start der Navigation wird mittels Pfeildarstellung das Abbiegen in den vorher festgelegten Talverlauf angezeigt, GPS-Funktion muss natürlich vorher aktiviert werden.

In der aktuellen Version liegt Kartenmaterial für Österreich, Schweiz und Italien vor. Frankreich und Slowenien folgen im Sommer 2012. Die App ist zunächst nur für Android ab Version 3.0 verfügbar.

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Besondere features:
– Anzeige empfohlener Mindestabflughöhen der gängigsten markanten Talsprünge. Dabei greift die Software auf eine integrierte Datenbank zurück, die Informationen gemittelter Abflüghöhen aus gesammelten Flügen des DHV-XC enthält.
– Anzeige der Restflugstrecke zum angegebenen Landeplatz und aus der Druchschnittgeschwindgkeit errechnte ETA (estimated time of arrival)
Aufgrund der Windgeräusche im Flug wurde der Schwerpunkt der Navigation auf visuelle Informationsdarstellung gelegt und auf akkustische Ansagen verzichtet.

Die Applikation ist für 4,99 Euro hier bestellbar.

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