April 2015

20.04.2015

Am gestrigen Sonntag Blauthermik mit wenig Wind um Ost. Wieder nicht gewiss, ob es gelingt in die gute Thermik einzusteigen. Es gab eine gute Phase mit angenehmen Ablösungen, dauerte ungefähr 10 Min., und alle anwesenden Piloten nutzen sie, um zu starten. Ich war der letzte im Bunde, und man durfte nicht lange fackeln. Nix mit hin- und herfliegen, gleich eng am Hang eindrehen, um nicht aus der Thermik zu fallen. Es gab nur diese eine Chance, sonst stand man Boden. Bei Ralph und mir hats geklappt, Andi musste leider landen.

Der Bart zog bis 1500m durch, und wegen des geringen Windes gings diesmal auf Dreieckskurs. Selbst mit den Mentoren kam man gut gegen den Wind voran, der zu Beginn zwischen 6-10 kmh lag. Nach anfänglich schwächeren Steigwerten wurde es aber immer besser. Wolken gabs wie gesagt keine zum orientieren, aber die anvisierten Abrisskanten gingen sehr zuverlässig. Irgendwann gesellte sich Marco dazu, und über Wanfried gings dann mit 5m integriertem Steigen bis an die Inversion.

Über Treffurt drehte ich um. Mit dem Wind, der nun auf NO gedreht hatte, gings flott nach Kella zurück. Ein wunderbarer Flug, der für den frustrierenden Samstag entschädigte.

Kella190415

18.04.2015

Am Samstag sollte eigentlich DER Tag des bisherigen Flugjahres werden. Hohes Streckenflugpotential war vorhergesagt, und traf auch in vielen Regionen zu. Leider wurde es am Frauenberg in Thüringen eine ganz zähe Angelenheit. Auf der Anreise morgens um 9 Uhr bildeten sich schon reichlich Cumuli, zuviele wie sich herausstellen sollte. Überrangend anmutende Wolkenstrassen schatteten schon am Vormittag alles ab, sodass die Thermikentstehung deutlich gebremst war.

Erst nach vierstündigem Warten, mir war schon jegliche Körperspannung entwichen, hellte es langsam auf. Es war schon 14:30 Uhr, als doch noch einige von uns aufdrehen konnten. Holger hatte an diesem Tag eindeutig den meisten Biss und flog, trotz zweimaligen Absaufens, noch 67km zum Thüringer Wald.

Frauenberg180415

16.04.2015

Was die Kaltfront heute macht war mir nicht klar. Schwach sollte sie sein, ok, aber wer weiss schon, ob sie nicht doch zu Niederschlag führt. Tat sie nicht, und als das mittags klar war, war ich ruckzuck schon in Wirmighausen. Ging sehr zuverlässig, nur eine handvoll Flieger und damit viel Platz im Luftraum. Hat Spass gemacht.

WH16042015

06.04.2015

Am Sonntag wollten die Mentorboys nach Aue, und ich probierte es wieder am Hahnberg. Vor dem Aufstieg schnell am LP vorbeigeschaut, um zu schauen ob der Wind ansteht. Dort Volker getroffen, ihn schnell hochgefahren, und dann aber selbst von unten hochgelaufen. Sollte schliesslich ein Topstreckenflugtag werden, da wollte ich mich ein wenig warmlaufen. Zumal an der Basis bei 2000m -10 Grad angesagt waren. Oben angekommen wurde schnell klar, deutlich mehr Ostkomponente als gedacht. Im Grunde Seitenwind mit entsprechenden Rotoren am Start. Selbst die ausgelegte Kappe rollte sich mehrfach von der Eintrittkante her zusammen, frustrierend.

Vielleicht konnte man noch aufdrehen, aber das Rauskommen war jetzt nicht mehr sicher möglich. Es gab nur eine Chance: Warten bis es mal total ruhig ist, und dann mit Volldampf vorwärts raus. Hat auch geklappt, aber mit Seitenwind wars nicht möglich aufzudrehen, obwohl man merkte, es ist superthermisch. Der Wind liess aber nach, und als ich unten schon zusammengepackt hatte, konnte  Volker in eine guten Ablösung mit zugehöriger Wolke starten. Fröstelnd ist er aber dann doch bald gelandet, und hat mich nochmal hochgefahren. Ich wollte eigentlich schon heimfahren, ach egal, vielleicht geht noch was.

Am Start war dann gar kein Wind mehr. Nach 30min vergeblichen wartens auf eine Ablösung wieder vorwärts raus. Kaum aus der Schneise hatte ich Steigen. Gleich zentriert und versetzen lassen. Knapp unter 1000m  bin ich schon weggeflogen, es gab eh nur diese eine Chance. Konnte aber schnell in den nächsten Bart einsteigen, und der ging dann auf 1800m. Es war ja mittlerweile schon nach 15 Uhr. Unter den Wolken ging es wie die Wutz, ich hab gar nicht mehr gekurbelt. Mit 4-5m im Geradeausflug und 55 kmh unbeschleunigt schob es gut voran. 30 Min. für 25km. Die Basis war über 2000m hoch, aber bei den Wolkentrümmern musste ich mehrfach mit Ohren und beschleunigt dem Steigen entfliehen. Der Flug endete nur, weil die Wolken nun so ausgebreitet waren, das es sehr abschattete. Und da sich zudem ein Riesen Bannwald mir entgegenstellte, endete der Flug nach 45 Min. Wenn man an einem verloren geglaubten Tag nochmal Basisluft schnuppern darf, ist das trotzdem zufriedenstellend.

In Aue waren die Bedingungen genauso vom NO-Wind geprägt. Marco ist 75km nach Fulda geflogen, Ralph konnte ein schönes 26km FAI rund um ESW abfliegen. Mensch Reini, jetzt musst du schon vor den Mentoren kapitulieren, den Pummeln of death (inkl. Racebeleinung).

HB050415

05.04.2015

Am Samstag waren alle Mentorboys gemeinsam am Hahnberg. Das kommt ja selten vor, deshalb umso schöner. Zudem noch weitere Piloten aus der Community. Bei 8/8 stand der Wind gut an, zudem schöne Ablösungen. Ich bin als Erster raus, es ging sofort hoch und beschleunigt bis über Albertshausen. Der Himmel riss zusehends auf, alle waren nun in der Luft. Bei 1200m flogen Ralph und Holger weg, Andi und ich blieben vor Ort. Nach 2 Stunden Flug folgten noch 3 Stunden im Auto. Holger hatte 32km auf der Uhr, Ralph 60. Dauert dann ne Weile bis alle wieder eingesammelt sind.

HB040415

Top