Juli 2012

28.07.2012

Gestern Abend Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst für den Raum Waldeck-Frankenberg, diese drangen auch bis nach Fritzlar durch. Gegen 19:30 Uhr verdunkelte es sich zunehmend mit einer gewaltigen Böenwalze als Vorbote. 20 Min. später Starkregen mit heftigem Gewitter mit Ausfall von Strom und DSL.

Sämtliche Versuche vernünftige Fotos zu machen misslangen. Am offenen Fenster ständig Regentropen auf dem Objektiv, hinter geschlossenem Fenster verregnte Fensterscheiben. Ich hatte es schon aufgegeben, als ich nachts um 2 Uhr nach einem Blitz direkt über Züschen kerzengrade im Bett sass. Das Haus kurzzeitig taghell, und 1-2 Sek. später krachte das ohrenbetäubende Grollen hernieder. In der Folge zuckten die tollsten Blitze über Züschen, und das Beste, es regnete dabei so gut wie nicht. Ohne Strom musste ich im Dunkeln erst die Kamera suchen, auf dem Stativ montieren, ausrichten und die Auslöseautomatik dranfummeln. Bis dahin war das Beste schon vorbei, aber einen konnte ich doch noch einfangen.

Aber jetzt bin ich vorbereitet, die EOS steht startbereit an der richtigen Stelle, das nächste Gewitter kann kommen.

blitz1

 

22.07.2012

Am Freitagnachmittag spontan mit Ralph in Wirmighausen getroffen und diese lange, flugfreie Durststrecke endlich mal durchbrochen. Eine handvoll Piloten waren vor Ort, aber zu Beginn hatte ich den Flugraum mal eine halbe Stunde für mich allein. Wer Wirmighausen kennt weiss, wie toll das ist.

wirm30

 

07.07.2012

Heute hohe Labilität mit fehlender Absinkinversion. Alles was da wasserdampftechnisch nach oben stieg hat sich den Weg bis in die Nähe der Stratopause gesucht, so hatte es den Anschein. Als Ralph und ich auf dem Weg zu Bernhard waren haben wir schon gesehen, da ist heute ordentlich Dampf im atmosphärischen Kessel. Egal, wir wollten nun endlich mal nach Wenholthausen.

Toller Startplatz, hat den Flair einer grossen Alpenwiese. Sehr nette einheimische Flieger, sind sofort ins Gespräch gekommen. In die Luft leider nicht, die Bedingungen waren einfach nicht zweifelsfrei. Ohne geflogen zu sein kann ich sicher schon sagen, dass Gelände ist nicht ganz anspruchslos. Der Wind muss leicht schräg draufstehen, zuviele Leefallen lauern, z.B. von der vorgelagerten Rippe. Der LP ist von oben nicht einsehbar und der Hausbart kann erst nach einer längeren Gleitstrecke erreicht werden, ansonsten müsste man in einem langverlaufenden Talabschnitt landen.

Das Gelände drumherum hält aber sehr viele tolle Abrisskanten bereit, ich denke wenn man hier erstmal an der Basis ist gibts kein Halten mehr. Der Weg von Fritzlar aus ist mit 116km nicht gerade um die Ecke, viel mehr nervt allerdings die kurvenreiche Verbindung mitten durchs tiefste Sauerland. Es ist ein Jammer, es gibt einfach kein vernünftiges nahegelegens SW-Gelände. Bei der nächsten schwachwindigen SW-Hochdrucklage machen wir den nächsten Versuch. Bis dahin zurück ins Sendezentrum.

cu1
wh

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