Juli 2013

25.07.2013

Vielen Dank an ChristianH, der diesen Schnappschuss von meinem Start am Kreuzberg gemacht hat. So kann es aussehen, in einer turbulenten Waldschneise bei Seitenweind.

kreuzberg_nachtrag

 

21.07.2013

Mal verliert man, und mal gewinnen die anderen. Man könnte auch sagen es gibt Tage, da wäre man lieber im Bett geblieben. Heute war so ein Tag. Eigentlich wollte ich mit der ganzen Fliegermeute in Kella fliegen gehen. Als Ralph, ChristianD und ich ankamen war Dieter grad am absaufen, aber als wir oben ankamen war die erste gute Phase im Gange und die Flieger die gestartert warten konnten richtig überhöhen. Bis wir soweit fertig waren war wohl der erste Schwung Warmluft aus dem Kessel aufgestiegen, und es wurde für 10min recht schlapp. So bin ich trotz erbitterten Widerstandes mit Lars und einigen anderen erstmal abgesoffen. Nun gut, es war noch ziemlich früh, muss man eben nochmal hoch, naja.

Oben angekommen waren die Ablösungen schon deutlich besser, bin ich vorsichtshalber unten aufs das kleine Plateau gegangen, um oben nicht ausgehebelt zu werden. In einer ruhigeren Phase den Schirm noch angenehm hochgezogen, rumgedreht, Druck raus. Statt den Schirm scharf anzubremsen ist er mir vorne übergefallen den Hang hinunter ins üble Dornengestrüpp. Was für eine Sch…sse. Regelrecht hilfslos steht man dann davor und denkt, oh shit, wie kriege ich den jetzt da wieder raus, das wird nun etwas aufwändiger. Timo und Stefan sind mir zur Hilfe geeilt, aber vergebens, da musste zumindest ne Astschere her. Die hat Konrad beim erneuten hochlaufen von Lisa mitgebracht. Mittlerweile war Mayer, der das Malheur von oben sah Top gelandet um mitzuhelfen. Mit 6-7 Leuten haben wir dann die Tüte so langsam aus den Ästen freigeschnitten, den Mayer vorm Abgrund noch mit einem Seil gesichert, und trotzdem gings nur schleppend voran. Zu guter letzt noch die Leinen aus den Schlössern entfernt, und dann nahm die Bergung allmählich ihren Lauf. Ca. 2 Stunden nach Reinfallen des Schirms lag der Mentor nun wieder oben bei mir. Scheint auch nix weiter kaputt gegangen zu sein, werde ihn trotz vorsorglich nochmal überprüfen lassen.

Vielen vielen Dank an die ganzen Helfer, die sich nicht nur gemüht haben, sondern die auch so erst spät zum fliegen gekommen sind. Allein wär ich in dieser Situation völlig aufgeschmissen gewesen. Aber es hat sich zuletzt gezeigt, dass  etwas Equipement im Auto, wie Astschere und kleine Säge, nicht schaden kann. Klar hab ich mich nicht sonderlich geschickt angestellt, aber solche Aktionen können und werden immer wieder passieren, da isses gut wenn man Gerätschaft zumindest im Auto dabei hat.

 

20.07.2013

Was für ein Hammertag gestern. Zur Mittagszeit waren von der Klinik aus schon die tollsten Wolkenstrassen am Himmel zu sehen. Von da an war ich bis 15 Uhr nicht wirklich mehr bei der Sache, wann wirds denn endlich Feierabend. Mit Ralph um kurz nach drei am Hahnberg getroffen, hochgefahren, ausgepackt, rausgestartet. Es ging gleich hoch, Ralph war sofort bei mir, 2-3 Steigphasen ausprobiert und nach kurzer Zeit zusammen in den passenden Bart eingestiegen, der zunächst bis 1000m hoch ging, was eine Freude. Statt gemeinsam gen Süden abzufliegen fliege ich Blödbommel wieder nach vorn, warum nur? Kopf abgeschaltet.

Ralph hats auf jeden Fall besser gemacht und ist den Wolkenstrassen gefolgt, der Wind hat ordentlich angeschoben, und so rief er 2,5 Std. später aus Wölfersheim an. Ich war am LP gelandet und hatte mir schon ne Pizza organsisiert, ich dachte mir schon, dass der Abend etwas länger werden könnte. 83km, geil. Um 21:15 Uhr sind wir dann wieder in Reinhardshausen eingetrudelt. Dank des ausgiebigen ausprobierens des Hahnbergs bei den ganzen Nordlagen sollte nun wirklich klar sein, auch hier kann man bei der passenden Wetterlage richtig auf Strecke gehen. Das ist die beste Erkenntnis. Schade, dass sich die Wetterlage ab Mitte nächster Woche so langsam umstellt, aber sobald die Winde wieder aus Norden wehen sind wir wieder da.

In Aue liess es sich auch sehr gut fliegen. Maurice, Mayer und Zosse, das fliegende Eschweger Dreigestirn, war mittags schon in Aue, und fand die selben genialen Bedingungen vor. Trotz windiger Bedingungen ist es dem Reini gelungen über 40km als FAI abzuspulen, keine Ahnung wie das geht bei so nem Wind. Zosse ist 123 km in die Rhön gesegelt, und Maurice nach 8 Std. vor den Toren Stuttgarts gelandet, unglaubliche 265 km. Meine Herren, allergrössten Reschpeckt, tolle Flüge!

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16.07.2013

Der Sommer ist immer noch da.

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12.07.2013

Nachdem der Wind am Dienstag zu schlapp war, und am Mittwoch zu stark, hats am Donnerstag nun endlich gepasst am Hahnberg. Windrichtung und Stärke optimal bin ich nach der Arbeit gleich rübergedüst, ausgepackt und losgeflogen, wenns mal immer so wär. Dieses mal kein parawaiting. Nach Start rechts abgebogen zur Thermiksuche und gleich in einem 3m-Bart gewesen der nach hinten versetzt war. Ich traute den Bedingungen noch nicht so recht und hatte keine Lust bei dem tollen Wetter nach 5 Min. im Lee abzusaufen, so bin ich nach 250m wieder ausgestiegen. Das wär glaube ich nicht nötig gewesen im nachhinein. Nach 25 Min. dann der zweite Versuch an der selben Stelle und dieses mal drin geblieben. Es war mittlerweile schon 17:30 Uhr, mal gucken was zu dieser fortgeschrittenen Zeit noch drin ist.

Bis 1000m gings zunächst hoch. Über Odershausen konnte ich nochmal 200m gut machen, aber mehr war nicht drin, die Basis war einfach nicht höher. Dafür hatte sich vor mir noch eine kleine Wolkenstrasse aufgetan. Am Segelflugplatz vorbei, wo Charly beim Windenschleppen war, gings weiter nach Bad Zwesten, wo leider die Wolkenstrasse endete. Die nächsten Cumuli waren erst gen Borken auszumachen, und so gings dann doch langsam hinab. Vor Kerstenhausen bin ich dann gelandet, was für ein schöner unverhoffter Abendflug. Der Hahnberg ist ein toller Feierabendflugberg und am Nachmittag bei Nordlagen zuverlässig fliegbar. Wie gut, dass er in meiner Nähe ist, der Hahnberg.

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08.07.2013

Am WE ist Nordhessens aktivste Fliegercommunity wieder an allen erdenklichen Flugspots unterwegs gewesen. Bei NO ist es stets nicht so einfach. Diese Windrichtung will sich partout und in aller Regelmässigkeit nicht an die Spielregeln halten. Zu schnell ist zuviel O im NO, dann können die wenigen NO-Gelände schon nicht mehr gescheit angeströmt werden und so schnell unzuverlässig werden. Und wenn man meint sich in einem Ostgelände raushauen zu wollen, ist garantiert zuviel Nord drin und man steht wieder mit Seiten- und Rückenwind da.

Ralph und ich hatten beschlossen, das sonnige WE mit unseren Mädels in der Rhön zu verbringen und unser Glück am Kreuzberg zu versuchen. Um das Rumgegurke zu sparen haben wir uns gleich vor Ort einquartiert. Die anderen waren in Kella, am Entenberg, Frauenberg, Hahnberg und an der Winde in Grifte.  Das nenn ich mal Streuung!

Am Samstag bildete sich überraschend schnell grossflächig Cumulusbewölkung, die zwar immer wieder aufriss, aber trotzdem für längere Abschattungen sorgte. Zudem war der Wind schwach mit deutlichem Osteinschlag. Grosse Sprünge waren so nicht zu realisieren. Ein bisschen rumfliegen war schon drin, aber nichts Großes. Erst um 18 Uhr nahm der Wind deutlich zu und drehte mehr auf Nord, das war noch ganz nett. Aber kein Grund zum grämen. Wenn man an so einem sonnigen WE noch draussen sitzt und eine Rhönforelle geniessen kann ist die Welt nicht so übel.

Am Sonntagmorgen kamen Christian und Lars aus Kassel dazu. Endlich mehr Wind als am Vortag, aber auch ziemlich aus Ost. Dafür Blauthermik, keine Wolke am Himmel. Im ersten Versuch sind wir alle abgesoffen, war dann doch etwas zu optimistisch um 11 Uhr zu starten. Also nochmal hoch. Der Aufstieg in der Skipiste ist echt nicht ohne, man weiss bei Ankunft in jedem Fall was man getan hat. Im 2. Versuch wars nach Start ziemlich turbulent. Der Wind stand mittlerweile strack auf Ost, da isses in der Schneise schonmal leeig ruppig. Sogleich auf die Ostflanke gewechselt wo Ralph schon seine Runden zog. Wir konnten dann aufdrehen, aber gegen den Ostwind gabs kein vorankommen. Gen Westen erstmal nur Wald, und so hoch gings dann nun auch wieder nicht. Ich bin hinter der Ostflanke auf dem Hochplateau gelandet, während Ralph nochmal Höhe machte und sich ein paar km nach Westen versetzen liess.

Alles in allem keine große Flugausbeute, aber trotzdem ein schönes sonniges WE in der Rhön. Das Gelände finde ich aber nach wie vor hochgradig attraktiv. Wenn mal ne gescheite Nordlage kommt würde ich es gern wieder probieren. Und wenns demnächst mal wieder an die Basis geht hätte ich auch nichts dagegen. Hasta luego!

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03.07.2013

Letzten Sonntag am Eisenberg. Ich hatte mich mit Ralph und Bernhard verabredet, vor Ort waren natürlich auch einige locals da. Das Zeitfenster war kurz, am frühen Nachmittag sollte es schon in bälde mit Stratusbewölkung zuziehen. Bis dahin ging es auch richtig gut, der Westwind stand an und die Wolkenthermik war gut,  450m konnten wir überhöhen. Leider schattete es dann tatsächlich zunehmend ab, sodass alle irgendwann am Boden standen. Dafür legte der Wind nochmal etwas zu, so konnten wir im 2. Versuch noch ne Stunde im laminaren Wind soaren.

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