Juni 2015

28.06.2015

Heute waren alle 4 Mentorboys am Rammelsberg, wobei Holger mit Triton2 unterwegs war. Das Wolkenbild sah ja traumhaft aus, komischerweise trügte der Schein ein wenig. Am Rammi selbst gings zwar zuverlässig und nach Start ruckzuck mit 4m/s auf 1600m, aber im Umland war die Thermik zäh, dazu ruppig und zerissen. Nungut…besser als nix.

Rammi28062015

14.06.2015

Andi und ich haben es heute am Meissner probiert. Rückseitenwetter nach gestriger Front, aber auch schwacher Wind. Da liegen Frust und Freude immer sehr dicht beieinander. Vor Ort die üblichen Streckenjäger, auf die passende Ablösung wartend. Andi hats früh probiert, ohne Erfolg. Ich habe deutlich länger gewartet, und zwar solange, bis das Vario sich von selbst abgeschaltet hat. Ist mir aber nicht aufgefallen. Ich hätt abkotzen können, als nach Start alles stumm blieb. Bei so wenigen Höhenmetern, ohne Wind…Ruckzuck abgesoffen. Wer sich so blödbommelmässig anstellt wird halt mit Hochlaufen bestraft, und das von ganz unten.

Christoph hat den Aufstieg mit mir geteilt, so waren wir recht flott wieder oben. Marco und Andi waren derweilen schon beim 2. Versuch, hatten schwaches Steigen und kurbelten sich mühsam Meter für Meter nach oben. Die nächste Ablösung konnte ich nutzen bis 1600m. Hat sich die Mühe doch noch gelohnt, aber es ist auch ne Menge Glück dabei. Ich bin erst nach Norden geflogen, dort sahen sie Wolken am Besten aus. Danach nach Süden bis Hollstein.

Nun gabs zwei Varianten: Das flache Dreieck sicher zumachen und über den Meissner zurück, oder das FAI probieren, mit der Option abzusaufen, weil die Flugrichtung gen Hessisch Lichtenau wolkenlos blau war. Ich entschied mich für letzteres. Der Wind so um die 10 kmh lud dazu ein. Das Dreieck konnte ich zwar noch zumachen, aber in Walburg bin ich abgesoffen. Ich glaube mann muss öfters was neues probieren und die Standardrouten verlassen, um neues dazuzulernen.

Andi hat sein FAI ebenfalls zugemacht und mich in Walburg abgeholt. Schön, wenn man an so Tagen aufdrehen kann.

Meissner14062015

08.06.2015

Bescheidener Mai und übers Pfingst-Alpen-Hoch kein frei, das kann einem die Laune gehörig verhageln. Da kam das gestrige Rückseitenwetter gerade recht. Und weil das Wetter in Niedersachen deutlich sonniger werden sollte als in Nordhessen, sind die 4 Mentorboys zum Rammi abgereist. Wir waren recht zeitig da, Holger ist gefahren als gäbs kein Morgen mehr, und so war nach Ankunft  erstmal alles ganz gemütlich.

Selbst gegen mittag waren die Bedingungen noch ziemlich zäh, schwache Ablösungen krochen den Hang hinauf, Absaufgefahr. Tommi nutzte die Zeit um die Wirksamkeit seiner Zeckenschutzimpfung zu überprüfen (passt!), so konnte man eine weitere Stunde überbrücken. Um 13:30 Uhr gings dann endlich zuverlässig. Arbeitshöhe zunächst nur 1200m. Man hat gemerkt, dass auf dieser Höhe noch ein Deckel drauf war. Ich habs dann über Goslar probiert und konnte mit einem kräftigen Bart die Inversion durchstossen auf 1600m. Bei leichtem NO-Wind um 9-12 kmh wollte ich den ersten WP bei Langelsheim setzen. Die Thermik war aber echt zäh, Wolken gabs auch nicht, sodass ich über Astfeld umgedreht bin.

Mit Flachlandtaktik unter Mitnahme kleinster Steigwerte zum Rammi zurückgemogelt, dort auch schon tief angekommen, konnte ich den rettenden Bart überm LP finden um wieder aufzudrehen. Und das war gut so, denn die Thermik wurde jetzt immer besser. Sogar einige Cumuli bildeten sich, und das Fliegen war jetzt richtig klasse. Man konnte das Dreieck über die umliegenden Orte prima ausbauen. Balsam auf die zuletzt von Entbehrung geschundene Fliegerseele.

Nach ausgiebigem Kurbelspass sind alle irgendwann am LP eingetrudelt. Holger musste nach Aussenlandung einsehen, dass ein Industriegebiet weniger zuverlässig geht als ein zentralalpiner 2000m hoher Bergrücken, aber sein abgesperrter Landeplatz hatte zum Glück einen eigenen Gabelstapler, dessen Fahrer erfreulicherweise auch zugegen war, sodass mit schwerem Gerät Mensch und Fluginventar im groben unversehrt geborgen werden konnten.

Mit neuen Erkenntnissen ging noch gemütlich ein Eis rein, und das mit ein paar Sicherheitsmängeln behaftete Rückreisefahrzeug hat uns auch wieder zügig nach Hause gebracht. Liebe Flugsportfreunde, auf bald!

Rammi07062015

 

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