November 2013

19.11.2013

Wie man den trüben Farben entnehmen kann, es ist trister Herbst. Ziemlich diesig letzten Sonntag mit Ostwind, der aber nicht so richtig ankommen wollte in den niederen Sphären. Ich hatte aber auch keine Lust den ganzen Tag rumzuhängen, nach Fliegen sah es aber auch nicht wirklich aus, und so dachte ich mir, schlepp ich das Gleitschirmsäckel am Brunsberg hoch. Walk and Fly sozusagen, geht auch im Mittelgebirge.

45 Minuten dauerts vom Auto bis zum Startplatz in mittelzügigem Tempo, heisst: Rennen muss man nun wirklich nicht, weil man oben nix verpasst, trödeln muss aber auch nicht sein, sonst nimmt der Aufstieg ja nie ein Ende. Die Strecke lässt sich recht gut laufen, aber es zieht sich bis man oben ist. Oben angekommen war kein Flieger mehr da, 2 Berliner waren grad am Landen, als ich mit dem Auto ankam. Dazu kein Wind, wirklich nicht ein Hauch, 0,0kmh. Hilft also nur Vorwärtsstart. Der Startplatz hat eine gute Neigung, ist aber nicht lang. Trägt der Schirm also nicht 2m vorm Abgrund, dann zwingend Startabbruch, so war der Plan. Bloss die Tüte nicht in die Bäume hängen, sonst krieg ich nen nervouse breakdown.

Erster Versuch, etwas zögerlich, Tüte am Point of no return noch ziemlich wabbelig, abgebrochen. Schirm zur Blume wieder hoch getragen, abgeschnallt und bis in den letzten verfügbaren Zentimeter am oben Rand ausgelegt. Zwischendrin multimediale Kommunikation mit Brunsbergjörg…Nullwindvorwärtsstarts theoretisch möglich…aha…klingt beruhigend…nützt aber trotzdem nix wenn mans versaut.

Winterfäustlinge derweilen im Gurtzeug verstaut, lieber ohne probieren, zu kurz die Strecke, keine Zeit für Spirenzchen. Lieber kalte Pfoten und Bremsleine spüren. Alles startfertig, dieses mal dem Schirm noch etwas mehr entgegen gegangen und dann mit Volldampf, Speed und Vorlage losgerannt. Mentore zum Glück guter Nullwindstarter, 2m vorm Abgrund Druck aufm Kessel, na dann ab und raus.

Mit 1m sank ich dahin….zum Glück bin ich aber gut rausgekommen. Ne einsame Baumlandung nach Start im tristen Fichtendickicht hätte den Tag noch gründlich versaut. Brunsbergjörg war auch erleichtert das warme Sofa nicht für ne Bergungsaktion verlassen zu müssen, also alles in bester Unordnung, der Winter kann kommen. Zurück ins Sendezentrum.

brunsberg171113

 

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