September 2013

30.09.2013

Schon bald traditionell lassen wir im September die Alpenstreckenflugsaison in den Dolomiten ausklingen. Es gibt ja leider nur wenige Orte, wo so spät in der Saison noch brauchbare Thermik vorzufinden ist. Leider haben nicht immer alle Zeit oder sind anderweitig verhindert, so sind nur Bernhard und ich als rudimentäre Hangstarter-Splittergruppe übriggeblieben, und so haben wir uns am Samstag vor einer Woche vor Ort in Campitello di Fassa getroffen.

Die Wetterlage war schon im vornherein nicht als Traumflugwetter ausgegeben, aber wenn man sowieso Urlaub hat ist es auch wenig erholsam zuhause den Keller zu entrümpeln oder extremecouching zu betreiben. Am Sonntagmorgen lachte uns gleich früh morgens die Sonne entgegen, war die Frage was der Nordwind macht. Oben angekommen war klar, er war da, und das deutlich. Dazu waren gen Alpenhauptkamm eindeutig Lentis auszumachen.

Komischerweise hat das offensichtlich zumindest föhnige Wetter die meisten Piloten nicht davon abgehalten zu starten. Ich habe mir die Bedingungen sehr lange angesehen, und mich dann entschlossen direkt runterzufliegen. Aber auch nur weil am Start die Bedingungen gut startbar waren. Alles andere war mir nicht geheuer. Am Montag leider dasselbe Spiel. Herrlichstes Sonnenwetter, aber der Nordwind war noch keinen Deut besser. Bernhard ist geflogen, ich hab wieder direkt den Landeplatz angesteuert.

colrodella_sept13a

Am Dienstag dann endlich windarmes Wetter. Ein tolles Gefühl wenn man dem Lift oben entsteigt und einem kein 20er Nordwind entgegenbläst, geil. Da weiss man, heute gehts in die Luft. Leider war es recht stabil. Bernhard und ich hatten uns ein nettes Dreieck zurechtgelegt, leider mussten wir unterwegs den Plan ändern. Nachdem Aufdrehen an der Kofelgruppe auf 3400m sollte der erste Schenkel gen Latemar oder zumindest bis zum Karerpass gehen. Leider war der Weg dahin mit geringen Steigwerten von 1,5-2m recht zäh. Kurz vorm WP sind wir umgedreht. Bernhard hat sich mit niedriger Höhe zum LP geschleppt. Ich konnte nach Wechsel der Talseite nochmal etwas aufdrehen und bin oben am Col Pelos eingelandet. Toller Wiesenhuckel auf 2000m, ziemlich zentral im Fassatal und tolle Aussicht zu den ganzen Gipfel-Krachern wie Marmolada, Sella und Pordoi, toll.

colrodella_sept13b

Oben fühlt man sich wie an der Kante von Wirmighausen, nur eben 1500m höher. Der Talwind reicht bis darauf und man kann prima die Kante entlangfetzen. Noch 50Min. rumgeflogen und dann gelandet. Auch wenn der Plan ein anderer war, so hat der Tag doch Spass gemacht.

Mittwoch wars tiefbasig. Es ging nicht viel höher als 2500m. Das heisst Ende bei den Antennen oberhalb des Col Rodella. Und weil man nicht richtig aufdrehen konnte wurde es im Luftraum um den SW-Start immer voller. Über einem, unter einem, links und rechts, überall waren Piloten. Man musste die Augen überall haben, es war unmöglich alle gleichzeitig im Blick zu haben. Ich bin recht bald zur Belvedere geflüchtet, das Risiko in eine Kollission verwickelt zu werden war greifbar. Da an der Belvedere auch kein Höherkommen möglich war bin ich bald gelandet.

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Am Donnerstagmorgen ist Bernhard nach Bassano weitergereist und ich gen Heimat. Wenn ich oben am Sellapass in die Tiefen nach Wolkenstein entschwinde bin ich immer etwas wehleidig. Die Dolomiten lassen immer diese gewisse Magie zurück die man nur dort erlebt, und das frühestens wieder in einem Jahr. Wir gehen leise…aber wir kommen wieder.

 

 

27.09.2013

Gerade erst zurück aus den Dolomiten, heute schon wieder in Kella. Für Ende September gute Wolkenthermik, Basis bei 1200m. Hätte ich nicht gedacht, dass es nochmal so gut geht. Mit Mayer zusammen bisschen rumgeflogen, war klasse!

Kella_27091013

 

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